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 Ângelo Serrado

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Ângelo Serrado

Ângelo Serrado

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BeitragThema: Ângelo Serrado   Ângelo Serrado EmptySo März 11, 2018 10:52 am



Ângelo

Serrado

PERSÖNLICHE DATEN:



Vorname: Ângelo
Nachname: Serrado
Beiname: Händler des Todes

Alter: 32 Jahre
Herkunft: Grand Line | Elysium
Rasse: Mensch

Zugehörigkeit: Zivilist - Händler
Rang: Freihändler, Kapitän der Wintersonne
Crew: AOL (Ângelo Organized Logistics)
Aufgabe: Leitet das Handelsunternehmen


KÖRPERLICHE DATEN:


Aussehen: Gehen wir bei Ângelos Aussehen Schritt für Schritt vor. Und fangen sogleich mit generellen Daten an. Wie bereits geschrieben ist Ângelo knapp zwei Meter groß und wiegt um die achtzig Kilogramm. Seine Iris ist relativ klein und blau-grau gefärbt. Die Haare von Ângelo sind mittellang und zu einem puschigen Pferdeschwanz zusammen gebunden. Die meisten seiner Haare sind durch den Zopf nach hinten gestrichen, dennoch sind vereinzelte Strähnen lose und fallen nach vorne auf Ângelos Stirn. Die Haarfarbe ist bei Ângelo ein dunkles braun (bis schwarz). Wenn wir bei der Behaarung bleiben, Ângelo trägt ein Kinnbart, welcher entlang des Kiefers geht und dabei den Mund des Händlers einrahmt. Ângelo ist ein schlanker Mensch, dessen Muskeln und Sehnen zwar nicht sofort zu erkennen sind. Allerdings fühlt man, wenn man Ângelo berührt, dass zwischen Hautoberfläche und Knochen nur wenig Fleisch dazwischen ist. Muskeln sind ebenfalls kaum zu erkennen, da sie nur im Gebrauch zu sehen sind. Dann aber sind sie hart wie Stahlseile. Ansonsten gibt es nur die üblichen großgewachsenen Körperteile wie bei fast jedem großen Menschen.
Mimik & Gesten: Diese sind doch recht normal und unterscheiden sich kaum von anderen Personen. Es gibt aber auch bei Ângelo kleinere Unterscheide, die ihn von anderen Menschen unterscheiden. Man kann sie mehr Angewohnheiten oder Macken nennen. Zum einen kneift Ângelo gerne mal seine Augen zu, wen er lacht oder grinst. Und zum anderen knackt er entweder mit den Fingern oder mit dem Nacken, wenn er sich für einen Kampf bereit macht. Ângelo besitzt auch den allzeit berühmten Todesblick, um schon allein in einem Blickduell seinen Gegner das Fürchten zu lehren. Nein, Spaß. Aber Ângelo hat schon einen bösartigen Gesichtsausdruck, wenn ihm nicht gerade zu scherzen ist.
Nächster Punkt dieser ultimativen genialen Liste: Bewegung. Durch Ângelos Größe ist auch ein Schritt von ihm groß. Andere Normalgroße Menschen brauchen anderthalb oder gar zwei Schritte um die Strecke zurückzulegen, die Ângelo mit nur einem Schritt bewältigt. Andere Bewegungen mit anderen Körperteilen könnte man als geschmeidig und fließend betrachten. Ângelo wird man nur im Kampf oder anderweitig, wo er schnell reagieren muss ruckartige Bewegungen machen sehen.
Theoretisch müsste ich noch Körperhaltung machen, aber da Ângelo keine besondere Körperhaltung hat, wird hier auch nichts weiter beschrieben.
Kleidungstechnisch, ist Ângelo im Grunde (fast) wie jeder andere Mensch auch. Sein Kleidungsstil ändert sich genauso wie seine Persönlichkeit zwischen „normal“ und geschäftlich. Händler wie Ângelo neigen dazu extra Vagant herumzulaufen, was unter anderem durch extreme Persönlichkeiten liegen mag. Während er privat oder halt unter seinen Leuten ist, kleidet sich Ângelo mit einer Art Uniform. Sein brauner Uniformenrock trägt Ângelo meist offen, sie sind mit roten und goldenen Aufschlägen versehen. Hinzu kommen goldene Epauletten. Unter dem Rock trägt Ângelo ein weißes Hemd. An der rechten Schulter hat sich der Händler Stahlschützer angebracht, da Ângelo meist seine Nahkampfwaffe in der rechten Hand führt und somit Teile seines Armes auf diese Weise schützen möchte. Ein weiterer Schutz ist der Lederhandschuh, an diesem Arm, der für leichten Schutz sorgen kann. Des Weiteren trägt Ângelo eine weite dunkelbraune Hose und hohe schwarze Stiefel.
Der zweite Kleidungsstil von Ângelo ist wesentlich vornehmer. Die vornehme Kleidung zieht Ângelo nur dann an, wenn er geschäftlich unterwegs ist und sich mit Handelspartnern trifft. Der Stil wird durch diverse Anzüge und Fracks geprägt und lassen bei Ângelo körperlich einen völlig anderen Menschen machen, sofern man nicht in das verschlagene Gesicht und die ernsten Augen schaut die er genauso anlegt wie jenen zweiten Kleidungsstil.

CHARAKTERISTISCHE DATEN:


Persönlichkeit: Allgemeines: Ângelo ist von Beruf Händler und verhält sich dementsprechend als solcher. Während er Privat eher der lockere Typ ist und sich gerne deftige Witze mit seinen Crewmitgliedern teilt, so ist er bei Geschäften ein Mann dem so gut wie nichts aus der Ruhe bringt und dabei seinem gegenüber allein mit seinem Blick klar macht, dass er es sich besser zweimal überlegen sollte, Ângelo zu betrügen.
Gesellschaftsgruppen: Meistens verhält er sich offen gegenüber unbekannten Personen, was teils gefährlich werden kann. Allerdings ist es für Ângelo kein großes Ding neue Freunde zu finden, die sowohl Ângelo, als auch jene Personen schätzen. Dabei bleibt Ângelo zumeist feucht fröhlich und freundlich.
Personen, die Ângelo nicht leiden kann, verhält er sich weitestgehend ruhig. Freundlichkeit bleibt zwar vorhanden, beschränkt sich aber auf das wesentliche. Gerten beide Konfliktparteien aneinander geht Ângelo zuerst mit zynischen Bemerkungen ins Rennen, bevor das ins Feuer gegossene Öl in einem Feuerwerk aus Handgreiflichkeiten endet.
Fraktionen: Ebenfalls entscheidend ist die Fraktionszugehörigkeit der Personen die Ângelo trifft. Da Ângelo von einer Insel stammt, die der Revolution angehört, hat er im Gründe kein Problem mit den Revolutionären. Er will nicht seine Heimat verlieren nur weil er sich mit der Revolution anlegt. Allerdings weiß der Händler des Todes auch, dass die Revolution ehrbare Handelspartner sind, wodurch er ohne größere Hintergedanken auch mit diesen Leuten Handel treibt und auch gerne mal zusammen mit ihnen arbeitet.
Die Marine hält Ângelo in den meisten Fällen für zu streng und zu stur. Sie haben ein schwarz-weiß-Denken, was Ângelo selbst ablehnt. Die meisten ihrer Mitglieder hält Ângelo aber für gute Menschen. Selbst die schwarzen Schafe unter ihnen tun da kein Abriss in Ângelos Meinung, wobei er solchen Leuten gerne aus dem Weg geht.
Ângelo hatte auch schon Bekanntschaften mit der Weltregierung gehabt. Wobei sich dies auf einen Cipherpool-Agenten und einem Tenryuubito beschränkt. Bei dem Agenten konnte Ângelo ein fanatischeres Muster erkennen als bei der Marine, da dieser sehr stark und einschüchternd rüberkam. Was das Schwarz-Weiß-Denken angeht, so könnte man die Marine mit ihrem Denken noch als ketzerisch bezeichnen. Die Agenten der Weltregierung will Ângelo nicht als Feinde haben. Was diese sogenannten Himmelsdrachenmenschen angeht, so hatte Ângelo das Glück gehabt, mit einem eher umgänglichen seiner Art geraten zu sein. Aber wenn Ângelo sich diesen Mann als Maß nimmt, so würde er die gesamte Tenryuubito-schaft mit nur einem Wort bezeichnen: Dekadent.
Was Piraten betrifft, so ist Ângelo ihnen gegenüber zuerst mit Vorbehalten zu bezeichnen. Er muss sich erst einen Überblick verschaffen, wer und was diese Piraten sind. Denn Piraten haben die nervige Angewohnheit zu stehlen. Und dadurch ist Ângelos Handelsschiff eine vermeintlich einfache lukrative Beute. Meistens lernt Ângelo die Piraten am anderen Ende seiner Schwerter kennen, was für etwaige gemeinsame Unternehmen sehr hinderlich ist. Aber es gibt auch Piraten, die nicht so sehr aufs Rauben und Morden aus sind und mit diesen Piraten kommt man gerne aus.
Die Kopfgeldjäger sind für Ângelo eine andere Form von Einzelgänger. Im Grunde genommen sind sie sogar Ângelo ähnlicher als jede andere Fraktion. Sie sind zumeist extreme Individualisten und dadurch, dass sie lediglich hinter den Kopfgeldern irgendwelcher Krimineller her sind und Ângelo selber keines besitzt geht er und diese seltsame Fraktion getrennte Wege. Vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit, dass der Freihändler und ein Kopfgeldjäger ein gemeinsames Ziel verfolgen.
Macken, Ticks und Marotten: Eine (schon beinahe nervende) Angewohnheit von Ângelo ist der trockene Humor bei aussichtslosen Kämpfen. Aber auch zwischendurch kommen immer wieder (dumme) Sprüche. Ebenfalls eine Angewohnheit am frühen Morgen ist das Trinken von einem Glas Milch. Ohne Milch ist das Leben nur halb so schön und Ângelo lebt nur ungern halb so schön.
Rätselhafte Züge: Das Rätselhafte an Ângelo ist vielleicht seine Fähigkeit zu Zwiedenken. Diese Fähigkeit schaute er sich von seinem Onkel ab, der Ângelo ursprünglich in die Politik bringen wollte, dieser aber es zu fad fand. Ângelos Onkel Manolo beherrschte wie jeder in der Politik von Elysium das Zwiedenken und Ângelo fand lediglich an dieser Sache gefallen, aber mehr um damit seine Gefühle besser zu kontrollieren als jemand anderes die elysianischen Ideologien einzutrichtern.
Motivation: Um sein Ziel zu verfolgen braucht es Motivation. Bei Ângelo wird diese Motivation durch den ältesten menschlichen Antrieb angetrieben. Der Neugier. Ângelos Drang immer wieder neues zu entdecken und dabei Dinge zu setzten die für andere Unmöglich erscheinen ist enorm. Vielleicht auch einer der Gründe, warum er ein erfolgreicher Händler geworden ist.
Ambitionen: Wie wird das Werk Aussehen, wenn Ângelo seine Grenze durchbrochen hat und sein Ziel erreicht hat. Dann wird halt die Messlatte wieder höher gelegt. Ein Mensch setzt sich Grenzen um diese dann zu überwinden, um neue Grenzen zu finden die er dann wieder erreichen will.
Phobien: Es gibt eine Sache vor die Ângelo ohne Nachzudenken die Flucht ergreift, in einen Zustand der Panik verfällt und Gagen bekommt. Und diese eine Sache sind diese großen Nagetiere, vor die in der Regel eigentlich Frauen Angst haben und mit dem Besen auf die Tiere losgehen. Ângelo ist da nicht viel anders, aber bei Ratten kriegt er Panik.
Ängste: Sich zu Fürchten ist jedem Menschen angeboren. Im Laufe der Zeit verliert man die Angst vor etwas oder man bekommt eine Neue oder sie vertieft sich. Ângelo hat zum Beispiel Angst vor dem Versagen, einem täglichen Trott oder Spott über sich ergehen zu lassen auf dem er nichts erwidern kann.
Hass: Ângelo hasst zum Beispiel Ziellosigkeit anderer Leute oder deren Desinteresse oder auch über deren mangelnden Selbstbewusstsein. Auch mag er es nicht, wenn man sich in seine Geschäfte einmischt. Schließlich ist sein Geld im Gespräch und nicht das der Dritten unbeteiligten Person. Auch mag er es nicht, wenn man ihm eine Weltanschauung aufdrücken möchte. Ângelo musste schon selbst genug am eigenen Leib erfahren was eine Arbeiterideologie bedeutet. Man könnte ihm auch nicht Fleisch unschmackhaft machen. Veganismus ist in seinen Augen sowieso eine dämliche Modeerscheinung.
Neid: Eines der beiden Punkte, die ich hoffentlich jetzt richtig rum erkläre. Neidisch ist man, wenn man etwas besitzen möchte, was man selbst nicht hat, dafür ein andere besitzt. Und Ângelos Neid ist der die Erfolge anderer zu übertreffen um somit den Rekord seinen Namen zu geben.
Eifersucht: Und eifersüchtig ist man, wenn der eigene „Besitzt“ droht an jemand anderen zu verlieren. Und Ângelos Eifersucht grenzt sehr an Rache, da er zum Beispiel gestohlene Ware unbedingt wieder zurückholt und den Dieb bestraft. Aber das hat eher wenig mit Eifersucht zu tun. Die umgekehrte Neidsache, dagegen schon. Denn Ângelo lässt sich nur ungern ein Titel abspenstig machen.

Zuneigung:
~Herausforderungen
~Ritterlichkeit
~Kameraden
~Frauen
~Intelligenz
~Milch
Abneigung:
~Betrug
~Ziellosigkeit anderer Menschen
~Spott über seine Person
~Ratten
Interessen: Ângelo ist ein großer Verehrer des weiblichen Geschlechts und lässt keine Gelegenheit aus um mit schönen Frauen zu flirten. Diese müssten schon vornerein Nein! sagen oder deutlich zu verstehen geben, dass sie vergeben sind. Es gibt aber bei dem Freihändler eine Sache die ihm besonders gefällt. Man könnte es eigentlich als Fetisch bezeichnen. Er steht auf Außergewöhnliche Frauen. Ja, doof geschrieben, ist aber so. Aber mit außergewöhnlich mein ich, dass er nicht deren Charakter speziell sein muss, sondern ihr Äußeres. Und auch wenn Ângelo einen übbigen Vorbau bevorzugt spielen die typischen sexuellen Reize eine sekundäre Funktion. Der Händler hat ein Faible für Frauen die nicht der Norm entsprechen. Fischmenschen, Meerjungfrauen, sogar Riesinnen aber auch Teufelsfruchtnutzerinnen vom Typ Zoan sind oftmals genau Ângelos Beuteschema. Und auf den Meeren dieser Welt kommt Ângelo definitiv nicht zu kurz sein Fetisch auszuleben.
Desinteressen: Tatsächlich hatte Ângelo einen so großes Reichtum angehäuft, dass es sich für das Erlangen weiterer Reichtümer nicht mehr interessiert. Es ist schlicht langweilig für ihn geworden.

Ziel: Ângelos Ziel ist es das One Piece zu finden. Dabei liegt es in seinem Interesse nicht als Pirat abgestempelt zu warden. Er will einfach nur die Grand Line bezwingen.



Zuletzt von Ângelo Serrado am Di Aug 11, 2020 5:35 pm bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Ângelo Serrado   Ângelo Serrado EmptySo März 11, 2018 10:53 am



BIOGRAPHIE:


Familie: Vater: Miguel Serrado, 58 Jahre, Arbeiter auf Elysium (Ostia), Ehemann von Patricia Serrado
Mutter: Patricia Serrado, 55 Jahre, Ehefrau von Miguel de Serrado
Geschwister: Marcos Serrado, 37 Jahre, ältester Sohn von Miguel und Patricia Serrado, Arbeiter auf Elysium (Ostia)
Ana Serrado, 26 Jahre, jüngstes Kind und einzige Tochter von Miguel und Patricia Serrado, lebt auf Elysium und hat sich im Kampf gegen die Weltregierung der Revolution angeschlossen
Eckdaten: Ab 16 Jahren: Schiffsjunge auf einem elysianischen Kriegsschiffes
19 Jahren: Offizieller Beitritt in die elysianische Marine
Bis 22 Jahren: Aufstieg bis zum Brückenkommandant
23 Jahre Gefangennahme durch Piraten
Ab 24 Jahren: Aufbau eines Handelsunternehmens
Ab 27 Jahren: Erhalten eines Freihändlerbriefes
Bis 32 Jahren Abenteuer auf der ganzen Welt

Geschichte: „So! Jetzt, da alle wissen, wie wir die absolute Gerechtigkeit in diese Welt bringen, denke ich, ist es an der Zeit, dass wir ein paar Abenteuergeschichten von unseren Gästen hören“ sagte Vize-Admiral Anderson. „ Kapitän Serrado, als wir uns das erste Mal begegneten, gabt ihr mir und Agent Myatomo ein Versprechen, uns zu erzählen wie ein Mann von der Revolutionsinsel Elysium zu einem Freihändler wurde. Mir scheint, dass jetzt ein guter Augenblick wäre, um dieses Versprechen einzulösen“
Ângelo hatte bereits darauf gewartet, dass dieser Moment an diesem Abend kommen musste. Er war lediglich überrascht davon, dass er so lange gedauert hatte. Schließlich war mittlerweile auch der letzte Teller vom Hauptgang abgeräumt und das Dinner nun in eine dieser üblichen Erzählungen von Geschichten, Witzen und Alkohol übergegangen.
Ângelo hatte auf dem Sabaody Archipel Waffen und Munition an den dortigen Marinestützpunkt abgeliefert, Es war Zufall gewesen, das ihm dabei der Vize-Admiral Anderson und der Agent der CP 8 Myatomo über den Weg gelaufen sind. Alle drei kamen dabei ins Gespräch und der Vize-Admiral lud daraufhin Ângelo zu dem Dinner ein, bei dem jetzt Ângelo zugegen war. Er sollte zudem auch gleich seinen Kommandostab mitbringen. Lediglich Erek, Savala und Lyra sind ihm gefolgt um ihn zu unterstützen. Vielleicht lenkten sie somit mehr Aufmerksamkeit auf sich, sodass sich Ângelo nicht vollends auf so einer feinen Festlichkeit blamierte, zumal nur hochrangigere Offiziere zugegen waren. Soviel Ângelo auch mitbekommen hatte, wurde dieses Dinner zum Gedenken dieses Stützpunktes gewidmet. Irgendwie jährte sich die Grundsteinlegung zur Errichtung dieses Stützpunktes und Anderson ließ sich anscheinend nicht lumpen gleich dafür eine Festlichkeit auszutragen.
„Es ist keine besonders spannende Geschichte, wirklich“ sagte Ângelo. Seine Anmerkung wurde gekonnt überhört, denn die anwesenden Marineoffiziere schlugen mit ihren Händen auf den Tischen und forderten lautstark Ângelo dazu auf seine Geschichte zu erzählen.
„Nun redet euch nicht raus“ rief Anderson, der anscheinend Ângelo doch gehört haben musste „Jede Geschichte ist gut. Vor allem von Personen deren Heimat zu den Feinden der Weltregierung und somit zu den Feinden der Marine gehören. Nichts für ungut, aber ihr seid ja offenbar kein Revolutionär, der sich hier eingeschlichen hat um uns zu infiltrieren, nicht wenn ihr gegenüber eines Agenten der Weltregierung sitzt“
Ângelo wurde schmerzlich daran erinnert, dass er tatsächlich gegenüber von Myatomo saß und dieser ein Berg aus Muskeln und Sehnen war, die er unter einer Robe verbarg, aber nicht seine hünenhafte Erscheinung.
„Los raus mit der Sprache, Mann!“ setzte Anderson nach.
Ângelo ahnte das dies keine Beleidigung sein sollte, sondern eher der Tatsache verschuldet, dass Anderson kurz zuvor von den Feinden der Marine gesprochen hatte und er war Soldat, also ein Kämpfer und bei seinem Rang sicherlich keiner der noch nie die Spitze eines Gefechtes miterlebt hatte. Zudem war da auch der Alkohol der hier die Runde machte daran schuld. Ângelo war gerade beim Aufstehen, als er den aufmerksamen Blick von Myatomo auf sich bemerkte und hielt für einen Wimpernschlag inne, bevor er sich vollends aufrichtete. Der Freihändler entschied sich seine Geschichte so zu erzählen wie es der Wahrheit entsprach, denn das würde ihm am ehesten vor der Rechtschaffenheit des Agenten schützen.
„Nun gut. Ich werde euch von meinem Leben erzählen, aber es wird niemanden hier sicherlich gefallen“ sagte er. Ângelo atmete tief durch bevor er begann.
„Ich hatte meinen Dienst als Matrose in der elysianischen Kriegsflotte aufgenommen, an Bord einer Fregatte. Die Lux Elysia. Sie ist ein gutes Kriegsschiff, das uns immer wieder gute Dienste erwies. Wir revanchierten und dementsprechend dafür. Ich hatte mehr als 3 Jahre auf ihr gedient und stieg mit meinem Rang immer weiter auf, bis ich schließlich Brückenoffizier wurde“
„Ward ihr in irgendwelche Gefechte verwickelt?“ fragte Anderson.
„Ja, zweimal um genau zu sein“ antwortete Ângelo „Meine Feuertaufe war ein Kampf gegen einen verletzten Seekönig, der durch jene Verletzungen in Raserei verfallen war und jedes Schiff angriff, dass er erblickte. Und dabei sämtliche Handelsroute von und zu Elysium gefährdete. Wir waren aber kaum gefordert. Ein großes Kriegsschiff der Revolution unterstützte uns und schoss das Seeungeheuer für uns reif. Bevor sich das Monster erholen konnte von der ersten Attacke, waren wir mit der Lux Elysia und einer weiteren Fregatte der Revolution an ihm dran und vernichteten es mit präzisen Breitseiten unserer 32-Pfündern. Nach nur einer knappen Stunde durften sich die Arbeiter von Elysium über eine extra Portion Seekönigenfleisch freuen“
„So einfach war dann eurer zweites Gefecht wohl nicht“ meinte Anderson und traf den Nagel auf den Kopf.
„Genau. Ganz und gar nicht einfach“ stimmte Ângelo zu „Die Weltregierung hatte einen Samurai der Meere beauftragt gehabt, die Verteidigung von Elysium auf Schwachstellen zu testen und unsere Wirtschaft zu schaden, vielleicht sogar ein Überfall auf die Hafenstadt von Elysium Ostia zu versuchen. Jedenfalls gingen wir rein um ihnen zu zeigen, dass dies unsere Gewässer waren und wir ihn zu verteidigen wissen. Die Samuraibande hatte noch nicht aggressiv gehandelt, nur mit den Säbeln gerasselt um die Aufmerksamkeit auf uns zu lenken. Der elysianische Rat entsandte hierfür die Dies Irae, eine Karronaden-Fregatte mit unglaublicher Feuerkraft auf kurzer Distanz als Flaggschiff unserer kleinen Flotte“
„Was geschah? Fragte Anderson, der mittlerweile völlig gebannt Ângelo zuhörte.
„Wir drängte immer wieder auf sie ein, doch alles was wir erreichten war mit ihnen eine Runde Katz und Maus zu spielen. Jedes Mal wenn wir sie stellen wollten, zerstreuten sie sich um sich wieder später neu zu gruppieren. Irgendwie sah es aus, als wäre der Shichibukai mit seiner Bande nicht bereit mit uns zu kämpfen, aber sich nicht völlig unserer Gesellschaft verbleiben wollte“
„Sie lockten euch, ihr solltet ihnen folgen“ sagte Myatomo. Ângelo bemerkte erst jetzt richtig, das der Agent aufmerksam die ganze Zeit zuhörte.
„Es sollte sich herausstellen, dass dies stimmte, ja“ sagte Ângelo „Das Kommando war auf Streit aus und wir trieben den Samurai auf die Red Line zu, bis er die schroffen Felsen im Rücken hatte und uns nicht mehr entkommen konnte. Wir dachten, dass wir sie in die Enge getrieben haben, doch in Wirklichkeit war es eine Falle. Just in dem Augenblick, als der Angriff losgehen sollte, tauchten plötzlich eine Reihe von Kriegsschiffen aus dem Meer aus. Sie waren Beschichten worden und waren auf einmal überall um uns herum. Die Schlacht begann sofort. Die Dies Irae bekam drei schwere Treffer ab, hielt aber weiterhin stand, während aus dem Heck Feuer ausbrach und drohte das Magazin in die Luft zu jagen. Uns wurden die Bramsegel abrasiert und der vom Hauptmast landete krachend auf dem Deck und begrub mehrere gute Männer unter sich. Meine Person wurde durch umherfliegende Splittern verwundet. Trotzdem verrichtete ich mit zusammen gebissenen Zähnen weiter meine Arbeit.
Die Bande des Shichibukai hatte uns verletzt, aber ihr Anführer vergas eine wichtige Regel bei einem Hinterhalt: Schlagt hart und schnell zu, und dann sieh zu das du genügend Wasser zwischen dir und deinem Gegner bekommst. Unsere Schiffe waren in der Unterzahl, aber robuster, was daran lag, das wir damals die neuartigen Eisenbeschläge für Kriegsschiffe gehabt hatten. Der Shichibukai dachte er habe uns zur Aufgabe gezwungen und griff deshalb weiter an, obwohl er sich zurückziehen sollte“
„Eine Karronaden-Fregatte ist für jede Armada ein wertvoller Verstärkungsfaktor und auf keinen Fall zu unterschätzen“ sagte der Agent der CP-8.
„Da habt Ihr nicht unrecht“ sagte Ângelo „Die Dies Irae brachte eines der feindlichen Schiffe zum Kentern indem Sie sie rammte und schoss anschließend eine Breitseite nach der anderen. Sie schlachtete die feindliche Flotte regelrecht im Alleingang aus. Es war kein schöner Anblick so viel kann ich euch sagen. Und um die Dies Irae nicht die ganze Arbeit alleine machen zu lassen rissen wir unseren Hintern nochmal zusammen und griffen selber wieder an. Der Kampf wurde sogleich zänkisch und hässlich, aber wir hielten sie an Ort und Stelle fest und vernichteten sämtliche Schiffe des Samurais. Nur ein einziges feindliches Schiff soll aus dem Kampf entkommen sein“
„Ein würdiger Kampf“ sagte Anderson anerkennend „Ich kann euch versichern, dass die Weltregierung den Shichibukai nach dieser Niederlage als nicht länger würdig diesen Titel zu tragen und wurde nur wenige Tage nach dieser Schlacht festgenommen und in Impel Down gebracht, wo er jetzt sein restliches Dasein fristet“
„So viel ich mal gelesen hatte aus den Archiven der CP-Archiven, habt ihr für eure Mühen die den Orden des stählernen Patrioten bekommen“ fügte Myatomo hinzu „Außerdem hat man euch für ein eigenes Kommando vorgeschlagen“
„Kapitän Frijodwitsch war ein guter ehrbarer Mann und viel Geschick darin, junge Talente zu fördern“ sagte Ângelo „Zwar wollte er mich nicht verlieren, aber er wusste, dass er mich nicht zufrieden stellen konnte, bis ich mein eigenes Kommando und somit mein eigenes Schiff bekommen hätte“
„Schiffe gehören nicht ihren Kapitänen“ betonte Myatomo.
Ângelo verstand wohin der Agent damit wollte, denn er verstand die Welt so, dass die Weltregierung beziehungsweise die Marine die Schiffe baut und es dann den Offizieren zur Verfügung stellt, bis entweder das Schiff oder der Kapitän verstirbt.
„Nur eine Redewendung, Entschuldigt, wenn es falsch rüberkam Agent Myatomo“ versuchte der Freihändler den Weltregierungsbeamten zu beschwichtigen.
„Habt ihr nun ein Kommando erhalten?“ fragte Anderson, der wissen wollte wie es weiterging.
„Nein, obwohl ich eigentlich dem Rang nach einen bekommen hätte“ sagte Ângelo „Ich wurde auf den Kreuzer Unbeugsam versetzt, wo ich unter Kapitän Sakorov diente. Ein Mann, der nun ja … sagen wir aus einer Mischung aus Glück und dem unverfrorenen Schwimmen im Kielwasser seiner Vorgesetzten den Kapitänsamt erlangt hatte“
„Sowas würde in der Weltregierung niemals passieren“ sagte Myatomo. Ângelo wusste nur zu gut, dass dies nicht stimmte, in der Zeit als Freihändler ist er schon öfters Marinekapitäne über den Weg gelaufen, die nicht mal Backbord und Steuerbord auseinanderhalten konnten.
„Die Unbeugsam wurde doch samt ihrer Besatzung vernichtet? Sie ist in einem Gefecht gegen eines unserer Kriegsschiffe zerstört worden und ihre Besatzung ist mit dem Schiff untergegangen“ sagte Anderson. Ângelo wusste nicht woher der Vize-Admiral das wusste, doch bei dem Wort „untergegangen“ bekam Ângelo einen Schauer über seinem Rücken. „Wie kommt es, dass Ihr noch am Leben seid?“
„Ja, die Unbeugsam wurde von einem eurer Schiffe zerstört, und ich war an Bord als dies passierte“ antwortete Ângelo.
„Wie geht das?“ fragt eine junge Offizierin ein paar Stühle zur rechten von Ângelo.
„Indem Kapitän Sakorov ein arroganter Mistkerl war. Er stammte aus einer Familie, die seit den Befreiungskriegen von Elysium ihre Söhne in die Kriegsflotte steckt. Und er dachte, dass es ausreiche, um auf einem Seegefecht standzuhalten“ sagte Ângelo.
„Was ist nun passiert? Wobei ich weiß was passiert ist, aber nur aus dritter oder vierter Hand, nie aus erster und nie aus der Sicht des Verlierers“ sagte Anderson.
Mittlerweile waren sämtliche Gespräche verstummt und alle Augen waren auf Ângelo und jedes Ohr hing an seine Worte. Jeder wollte die Geschichte nun hören. Ângelo fühlte, wie der Raum in dem das Dinner abgehalten wurde immer kleiner zu werden schien und ihm eine gewisse Klaustrophobie umgelegt wurde. Aber nicht weil er vor einer größeren Zuhörermenge nervös war, sondern eher daran, das ihm Erinnerungen hochkamen, die er vor langer Zeit begraben zu glauben hatte.
„Wir waren ausgeschickt worden um das Verschwinden mehrerer Handelsschiffe der Revolution zu untersuchen und kamen an den Rand eines Nebelgebietes. Wir erwarteten einfache Piraten, doch alles was wir antrafen war ein aus dem Nebel auftauchendes Kriegsschiff eurer Zugehörigkeit“
Auch wenn jeder der Anwesenden wusste wie es ausgehen würde und jeder eigentlich zur anderen Seite dazugehörte, hofften doch sehr viele auf ein glücklicheres Ende. Ein Ende was aber nicht eintreffen würde.
„Das Marinekriegsschiff traf mit ihrer Bug-Batterie zuerst unsere Tele-Schnecken-Zentrale auf dem Schiff. Bevor wir überhaupt wusste was geschah, eröffnete das Schiff das Feuer auf voller Breitseite. Innerhalb von Minuten brannte es auf mehreren Decks, über fünfundsiebzig Prozent unserer Waffen wurden zerstört und ebenso viele Menschen.
Trotz dessen waren wir noch nicht besiegt, doch Kapitän Sakorov bekam Panik und befahl trotz meiner Einwände, das Schiff zu wenden und zu flüchten, anstatt zurückzuschlagen. Ich versuchte weiterhin ihm zu sagen, dass wir kämpfen sollten und nicht abhauen wie ein Fohlen, das sich vor etwas erschreckt hat. Sakorov schrie mich an, ich würde Meutern und ließ mich von einigen Brückenwachen in Eisen legen.
Doch während mich die Wachen mir Handschellen anlegen wollten, trafen mehrere Kanonenkugeln die Brücke und explodierten beim Einschlag. Die meisten Brückenoffiziere waren auf der Stelle Tod oder waren kurz davor zu sterben. Ich verlor in jenen Augenblick viele gute Männer und Frauen. Wir konnten nicht mehr zurückfeuern, das mittlerweile sämtliche Besatzungsmitglieder auf den Decks und an den Kanonen umgekommen war. Schließlich explodierte das Pulvermagazin und riss das Schiff in zwei Teile. Auf der Brücke überlebte nur ich und Sakorov. Ich weil ich durch die beiden Wachen abgeschirmt war und Sakorov, weil er sein übliches Glück gehabt hatte. Er schrie mich an, das ich ihn zu den Rettungsbooten bringen musste und da … rastete ich aus“
„Ihr rastete aus?“ fragte Anderson „Was bedeutete das?“
„Es bedeute, dass ich ihn niederstreckte“ sagte Ângelo und vernahm von vielen Zuhörern ein plötzliches einschnappen von Luft. Selbst Myatomo sah kurz erstaunt und erschrocken darüber aus.
„Ich zog meine Schwertklingen und stach solange auf Kapitän Sakorov ein, bis ich schlussendlich nur erahnen konnte was wohin gehörte. Es wäre einfacher gewesen Geschnetzeltes in seine Ursprüngliche Form zu bringen“
„Ihr habt euren Kapitän getötet“ fragte der Vize-Admiral.
„Ja, und ich würde es ohne zu zögern wieder tun, denn durch seine Inkompetenz starben über hundert Menschen.
„Dann habt ihr das richtige getan Kapitän Serrado“ sagte Myatomo schließlich „Solche Leute verdienen es nicht zu leben“
„Sein Tod spielte für mich anschließend sowieso keine Rolle mehr. Die Unbeugsam sank und die Brücke befand sich bereit unter der Wasseroberfläche. Eigentlich hatte ich noch abgewartet, dass man das sinkende Wrack aufhielt und um es zu bergen und restlos auszuplündern. Deshalb sammelte ich alle Waffen ein die ich auf der Brücke fand und wollte so viele mit in den Tod reißen wie nur möglich und mir eine letzte Kugel für mich aufzuheben. Auf keinen Fall wollte ich gefangen genommen werden. Ich hatte Gerüchte über Impel Down gehört auch über diese Sklavensache, sodass sich lieber sterben würde als so zu enden“
Ângelo fügte eine kurze Pause ein.
„Aber es kam niemand“
„Wisst Ihr, warum?“
Ângelo musste mit dem Kopf schütteln. „Zu diesem Zeitpunkt nicht, nein. Ich wusste auch nicht was passierte, nur, dass das Teil des Schiffswracks irgendwann mal auf den Meeresgrund aufschlug. Wieviel Zeit bis zu meiner Rettung verging wusste ich nicht, aber es waren mehrere Tagen gewesen. Ich wusste, dass ich nicht lange leben würde, denn die Temperatur sank stetig ab und ich hatte weder Essen noch Wasser. Ich wusste, dass ich sterben würde entweder durch erfrieren oder durch Austrocknung. Ich wusste nicht einmal ob es andere Überlebende gab. Nun ja eine Sorte von Überlebenden gab es schon. Und zwar waren es die Ratten, die das Massaker überlebt hatten. Mehrfach wachte ich aus meinen komatösen Zuständen auf nur um festzustellen, dass eine Ratte kurz davor war mich als Leiche anzuknabbern. Ich dachte daran, mir ne Waffe an den Kopf zu halten um es schnell über die Bühne zu bringen. Aber das ist nicht die Art von Elysium. Man gibt nicht auf, hört niemals auf zu kämpfen und nie die Hoffnung zu verlieren“
„Eine verzweifelte Situation“ bestätigte mir ein grauhaariger Mann gleich neben Ângelo „ich bin sehr gespannt darauf wie es aus ging“
„Im Grunde ganz einfach und doch etwas kompliziert“ sagte Ângelo „Ich wurde von einem anderem Schiff aufgenommen“
„Die statistische Wahrscheinlichkeit, von einem anderem Schiff auf offener See gefunden zu werden und dazu noch wenn man hunderte, wenn nicht tausende Meter unter der Meeresoberfläche ist, liegt bei nahezu null Prozent“ meldete sich ein jung aussehender Mann, der auf den ersten Eindruck von Ângelo ein typischer Sesselfurzer hätte sein können, der kaum selber mal die Klinge gekreuzt hatte und mehr tinten- als blutbefleckt zu scheinen schien. „Außerdem hätte die Besatzung das andere Schiff ebenfalls bemerkt und es in den Logbüchern vermerkt. Sicherlich hätten sie sogar verhindert, dass man das Wrack barg“
„Die Besatzung unternahm deshalb nichts gegen diese Bergung, weil es sowieso wusste, dass es verlieren würde, wenn es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung gekommen wäre“ entgegnete Ângelo.
„Wie konntet ihr euch da sicher sein, dass ein Kriegsschiff der Marine es nicht mit einem einfachen Bergungsschiff aufgenommen hätte?“
Ângelo atmete tief durch, weil die folgende Antwort sicherlich jeden schockierte.
„Weil es ein Bergungsschiff einer der vier Kaiser war“ sagte er schließlich.
Fassungslose stille breitete sich nach Ângelos Verkündung aus. Jeder der Anwesenden hatte vielleicht erwartet, dass Ângelo vielleicht eine Möglichkeit entdeckte um wieder an die Oberfläche zu gelangen oder, dass der Kapitän des Marinekriegsschiffes selber ein Bergungsversuch unternahm oder irgendein anderen Glücksfall; wundersam vielleicht, aber erklärbarer als etwas was unmöglich erschien.
Niemand hatte an eine Einmischung einer der vier Kaiser gerechnet.
„Ein Schiff einer der vier Kaiser?“ knurrte Myatomo schließlich und unterbrach die Still wie ein Donnergrollen.
„Ja“ sagte Ângelo „Ein Bergungsschiff des Piratenkaisers Takaoda der Witwenmacher, genannt die Unergründliche Wahrheit. Es hatte auf diese Schlacht gewartet gehabt um anschließend wie ein Aasgeier auf das Opfer zu stürzen. Allein der Tatsache, dass dieses Schiff einer der vier Kaiser gehörte, ließ den Kapitän der Marine kehrt machen, denn er wollte nicht riskieren einen Krieg zwischen dem Piratenkaiser und der Marine zu entfachen. Vielleicht liegt es auch daran, dass er verschwieg, dass ein Schiff wie dieses auftauchte“
„Und warum ließen sie euch am Leben?“ fragte Anderson „Nichts gegen euch, doch schließlich gehört ihr einer anderen Fraktion an und seit somit für sie kaum von nutzen. Sie hätten euch sogar eher sterben lassen können als ihnen zu helfen, Schließlich sind Piraten und Revolutionäre nicht unbedingt die besten Freunde. Viel eher Konkurrenten“
„Das kann ich euch nicht sagen, warum sie das Taten, Vize-Admiral“ sagte Ângelo „Nicht mit Sicherheit. Ich weiß ja nicht einmal genau wie sie mich rausgeholt hatten. Ich weiß nur noch von einem lauten dumpfen Schlag, so als wäre etwas auf dem Wrack wo ich drinnen lag gefallen. Anschließend wie mich eine Gestalt in einem komisch aussehenden Ganzkörperanzug dort aufhob wo ich mich zum Sterben niedergelassen hatte. Ich wachte wieder auf, da lag ich in einem weißen Raum. Meine Verletzungen waren in Verbandszeug gelegt und ich fühlte mich wieder besser als zuvor im Wrack.
Myatomo lehnte sich nach vorne und der Freihändler spürte seinen schwelenden Hass.
„Ich habe tapfere Leute an Kaiser Takaoda verloren“ sagte er schließlich und spuckte den Namen des Piratenkaisers zusammen mit viel Abscheu und Hass regelrecht aus „Zwar verlor der Kaiser vor mehr als einem Jahr sein Leben gegen andere CP-Agenten doch mein Lehrmeister starb unter seiner Klinge. Er richtete ihn regelrecht hin und schändete seinen Namen und seinen Körper aufs schändlichste“
„Ich trauere mit euch, Herr Myatomo“ sagte der Freihändler „Ich weiß selber wie schmerzhaft der Verlust eines oder mehrere Untergebenen ist. Ich habe ein ganzes Schiff mit Frauen und Männern verloren die sich auf mich verlassen hatten“
„Wie lange habt ihr unter dem Kaiser gelebt?“ fragte Myatomo.
„Circa ein Jahr. Sie behandelten mich eigentlich recht gut. Ich hatte lediglich den Eindruck, dass ich für sie wie ein Tier in einem Zoo war, deren Kuriosität aber schnell abnahm. Ich habe neben der Besatzung dieses Bergungsschiffes nur eine Handvoll andere Menschen zu Gesicht bekommen“
„Sagt mir“ sagte Myatomo „Was habt ihr den Piraten eigentlich erzählt?“
„Im Grunde Nichts“ antwortete Ângelo „Ich erzählte ihnen nie etwas direktes über die Revolution oder die Marine. Sie schienen sogar etwas desinteressiert zu sein. Ich erzählte von meiner Kind-und Jugendzeit auf Elysium. Sowas wie: Mein Onkel zum Beispiel wollte, dass ich in die Politik gehen sollte und ich das nicht wollte, sondern lieber eine Karriere bei der elysianischen Marine anstrebte, nachdem ich definitiv nicht wie mein Vater im Erzaufbereitungslager arbeiten würde, sondern diesen Platz mein älterer Bruder bekommen würde. Und das nachdem mein Onkel aufgegeben hatte, mich zur Politik zu überzeugen mich stattdessen auf mein späteres Leben als Offizier bei der Marine zu dienen. Ich bekam Unterricht in gutem Benehmen, Diplomatie etwas Politik bekam ich auch mit und dann organisierte mir mein Onkel auch einen Schwertmeister, der mich in der Kunst des Schwertkampfes einwies.
Falls sie mich retteten nur um Geheimnisse zu entlüften, so unternahmen sie nichts was mir aufgefallen wäre“
„Und ihr seid euch sicher? Diese Piraten haben etliche Tricks auf Lager um euch Geheimnisse zu entlocken, ohne das ihr wisst, dass ihr es getan habt. Sie sind Menschen ohne jede Ehre oder Moralgefühle“
Ângelo wusste, dass er gegen das ideologische Weltbild des CP-8-Agenten nicht ankam und antwortete deshalb: „Ich kann nur das sagen was ich weiß. Sie behandelten mich soweit es ging gut und setzten mich nachdem sie meiner Müde wurden etwas weiter weg von einer Hafenstadt aus und verließen mich“
Es gehörte natürlich noch das Leben nach dieser Zeit dazu, denn Ângelo war damals 23 Jahre alt gewesen. Doch es gibt Dinge im Leben die man vielleicht verschweigen sollte. Und es würden viele Anwesende die anschließende Handlung weder gutheißen, befürworten oder noch gutheißen. Von Myatomo würde Ângelo sogar erwarten, dass er ihn hier und jetzt festnimmt. Und ohne Waffen, die er am Einlass hatte abgeben müssen war das für Ângelo ein Unding gewesen den Agenten zu besiegen, auch ohne Beteiligung der Marine hier.
„Also“ sagte er stattdessen „was gibt es zum Nachtisch“




„Etwas zu trinken?“ fragte Ângelo und goss sich großzügig von einem Allasch ein, den er von einem Händler während seiner Entdeckungsreisen im Ival-Becken im West Blue erworben hatte. Die Flüssigkeit war blassgrün, was Ângelo als eine seltsame Farbe für ein alkoholisches Getränk vorkam, doch er konnte den Geschmack nicht abstreiten, der wie der von Ambrosia war, die direkt aus den Hallen der Götter ausgeschenkt wurde.
„Nein, danke“ sagte Talla Bylok „Ich trinke nicht während dem Dienst“
Der Sekretär war plötzlich an der geöffneten Seite der Wintersonne aufgetaucht, während Ângelo zusammen mit Lyra Teile und Werkzeuge beschafft hatte, um anzufangen, die beschädigte Seite des Schiffes zu reparieren. Der Sturm hatte ordentliche Arbeit geleistet, obwohl hier kein Wind im Calm Belt herrschte, hatte dieser beträchtlichen Schaden angerichtet, sodass Ângelo gezwungen war, die Wintersonne stranden zu lassen. Allerdings war er nicht der einzige dessen Schiff in diesem tropischen Sturm Schäden davon getragen hatte. Von der Expeditionsflotte waren drei weitere Schiffe beschädigt worden und zwar so stark, dass sie ohne ausführliche Reparaturmaßnahmen nicht so schnell wieder in See stechen konnten. Lyra hatte dabei an Ângelos Schwur erinnert, den er gedankenlos im Sturm ausgeplappert hatte und zusammen mit Kleo, hatten die beiden Frauen das deutlich bessere Argument, wodurch der Händler gezwungen wurde, den Handwerker zu spielen.
Dann hatte der persönliche Sekretär von diesem Tenryuubito Xeres ihn vor einem Nachmittag körperlicher Arbeit gerettet.
Er hatte Lyra und auch Kleo, die aufpasste, dass alles ordentlich verlief, mit in die Luft geworfenen Armen und einem „Da kann man nichts machen“-Ausdruck alleingelassen und Bylok durch die Wintersonne zu seinen Gemächern auf den hinteren Schiffsteil geführt. Nun, mit einem Drink in der Hand, begann er sich zu fragen, ob die Baustelle an dem Schiff zu verlassen die richtige Entscheidung gewesen war.
„Also, was verdanke ich der Freude Eures Besuchs, Talla?“ fragte Ângelo, nahm hinter seinem großen Schreibtisch aus Kirschholz Platz und nippte an seinem Drink.
„Ich denke, die Freude wird ganz meinerseits sein“ sagte Talla und verschränkte seine schwülstigen Hände vor sich wie ein Mann, der es genoss, schlechte Nachrichten zu überbringen.
„Das hört sich ominös an“
„Für euch vielleicht“
Ângelo stellte sein Getränk auf den Tisch neben den Kompass, den er aus dem Wrack der Hörbaren Stille mitgenommen hatte. Er bemerkte, dass die Nadel wackelte, hin und her schlug, während sie zuvor seit ihrer Durchquerung der Meer-Narbe einen steten und geraden Kurs angezeigt hatte. D>er Sekretär nickte in die Richtung der Andenken und Erinnerungsstücke, die Ângelo an der Wand seiner Kajüte aufgehängt hatte: die Empfehlungen, die Rosetten und Belobigungen, die Ehrenmedaille des stählernen Patrioten und die Bilder diverser Künstler, die Ângelo bei einigen seiner Errungenschaften auf der Leinwand festhalten wollten.
„Als ich das letzte Mal hierherkam, war ich sehr beeindruckt von den Verdienstzertifikaten, die Ihr Euch während Eurer Reise verdient habt“ sagte Bylok.
„Nein, das wart Ihr nicht“ entgegnete Ângelo „ Ihr habt so getan, als wärt Ihr interessiert. Das ist genauso wie vor ein paar Tagen wo Ihr mich gebeten habt, Tryuubito Xeres zu hintergehen, weil er höchstwahrscheinlich den Verstand verloren hatte und dadurch unser aller Leben gefährdet. Und so wie ich Euch kenne, werdet Ihr mich jetzt auch wieder um ein Gefallen bitten, den ich Euch vermutlich nicht tun möchte“
„Da irrt Ihr Euch, Meister Serrado“ sagte Bylok.
„Dann kommt zur Sache, Talla“
Bylok nickte, beinahe wäre er enttäuscht, dass Ângelo nicht mitgespielt hatte.
„Also gut“ sagte Bylok und schritt um den Tisch, um sich direkt vor Ângelos Freihändlerbrief zu stellen. Er warf einen langen Blick darauf, während Ângelos Hand über den Tisch zur obersten Schublade glitt und sie mit einer präzisen Handbewegung aufzog. Er hielt ein Auge auf Byloks Rücken, während nach dem Inhalt der Schublade tastete.
„Ein Freihändlerbrief ist ein bedeutsames Ausschreiben“ sagte Bylok und hob den goldumrandeten Rahmen von der Wand. „Ind en richtigen – oder falschen – Händen kann er eine mächtige Waffe sein. Mit solch einem Dokument könnte sich ein Mann ein eigenes Reich auf den Meeren errichten. Oder unbehelligt von den … bürokratischeren Verwicklungen, in denen sich kleinere Handelsunternehmen zuweilen verstricken, umherreisen“
„Das ist wahr, Talla“ sagte Ângelo und seine Hand bekam das Gesuchte in der Schublade zu fassen. „Das ist die eine gute Sache, die aus meiner Zeit als elysianischer Offizier hervorgegangen ist. Meine Lebensgeschichte hat viel dazu beigetragen, die Beamten im Königreich Ishiria davon zu überzeugen, dass ich würdig bin, einen solchen Brief zu besitzen“
„Ja, Eure Lebensgeschichte“ sagte Bylok und drehte sich, um Ângelo wieder anzusehen. „Eine durchaus imposante Liste mutigen Betragens, beispielhaften Benehmens und all der richtigen Verbindungen. Manche würden sie als ein perfekten Lebenslauf bezeichnen, richtig?“
„Möglich“ antwortete Ângelo und zog seine Hand aus der Schublade. „Aber dann wiederum ist die Perfektion das, was die Menschen von Elysium anstreben. Ihr würdet mir Unrecht tun, wenn Ihr behaupten würdet, dass ich dem nicht gerecht werde. Aber genug von diesem Tanz, Talla, ich weiß, warum Ihr hier seid“
„Und warum bin ich das?“ fragte Bylok und legte den Freihändlerbrief zwischen sich und Ângelo.
Ângelo schaute zu Byloks Gesicht auf. Der Mann hatte eine ekelhafte Art an sich, die nur durch sein Talent, alles richtig zu machen und seinem Herren Honig um dessen Maul zu schmieren geduldet wurde, ja, sogar bis zu einer Art Stellvertreter für Xeres wurde. Der Händler des Todes hob den Gegenstand hoch, den er aus der Schublade genommen hatte, und steckte die lange Zigarre in die Brusttasche seines Mantels.
„Ihr wisst also darüber Bescheid?“ fragte er.
„Ja, Meister Serrado“ sagte Bylok „Ich weiß, dass dieser im West Blue ausgestellte Freihändlerbrief eine Fälschung ist. Eine sehr gelungene Fälschung, eine, die selbst ich beinahe für echt hielt, aber es bleibt dennoch eine Fälschung. Ihr seid nicht mehr ein legal operierender Freihändler als ich“
„Also um es vereinfacht zu sagen: Ich habe kein offizielles Stück Papier, das mir erlaubt zu tun, was ich tue? Wen kümmert es?“
„Ihr brecht eine ganze Reihe von Gesetzen, sowohl der Weltregierung als auch der Marine. Und wahrscheinlich noch von diversen anderen neutralen Staaten“ sagte Bylok, als sollte die Schwere seiner Vergehen offensichtlich sein. „Soll ich sie für Euch aufzählen?“
„Grundgüter, nein! Wir wären ja die ganze Woche hier“ sagte Ângelo „was habt Ihr als nächstes vor?“
Bylok nahm den Freihändlerbrief vom Tisch und sagte: „Ich werde Tryuubito Xeres diese Fälschung zeigen und ihn über Euer Schicksal entscheiden lassen“
„Tut, was ihr nicht lassen könnt“ sagte Ângelo „Was spielt das noch für eine verdammte Rolle? Wir befinden uns in unbekannten Gewässern, fernab jeglicher Gesetze Der Weltregierung, mit denen Ihr mich bestrafen wollt. Ich habe uns hierher gebracht und bevor Ihr anfangt, Euch hier so arrogant zu geben, solltet Ihr Euch das vielleicht vor Augen führen“
„Ich vergesse nichts, Meister Serrado“ sagte Bylok „Am wenigsten Beleidigungen und Herablassung“
„Dann tut, was Ihr tun müsst“ sagte Ângelo.




Der Ruf war weniger als eine Stunde später gekommen und Ângelo war unvermittelt in die angrenzende Bucht gelaufen, wo das Flaggschiff des Tryuubito lag. Die knappe Nachricht von dem Weltaristokraten gab keine Hinweise über den Umgangston der bevorstehenden Audienz, doch Ângelo hegte keine Zweifel, dass es aufgeplusterte Empörung gefolgt vom Erlöschen jeglicher Privilegien innerhalb der Flotte und dem Annullieren seines Vertrages mit der Weltregierung sein würde.
Zwei Diener oder auch Sklaven, Ângelo erkannte dies nicht wegen ihrer blass cremefarbenen Robe, eskortierten ihn durch die vergoldeten Türen von Xeres Empfangsraum, eine verschwenderisch eingerichtete Kammer mit zahlreichen Vorräumen, Bibliotheken und Nebenkammern, die mit scheinbar mathematischer Präzision davon abzweigten.
Er fühlte sich wie ein verurteilter Krimineller auf dem zu seiner Hinrichtung, und dennoch beunruhigte ihn der Gedanke nicht. Ângelo war bereit, jegliche Bestrafung zu akzeptieren, die Xeres auszuteilen für nötig hielt, sei es nun die Einkerkerung oder die Exekution, aber er war ebenso bereit, mit allen Mitteln dafür zu kämpfen, dass seine Besatzung von seinem Sturz in die Ungnade verschont blieb.
Die Diener führten ihn in einen enormen kreisrunden Saal, der sicherlich mehr als die Hälfte des Schiffes ausfüllen musste. Gestützt wurde der Saal mit meterdicken Marmorsäulen. Das Dach war schwindelerregend hoch und endete in einer Glaskuppel, durch die das Sonnenlicht fiel. Der gesamte Raum war circa dreihundert Meter im Durchmesser und die Wände waren mit Fresken versehen die die Geschichte der Weltregierung zeigten, wie sie sich seit dem Zeitalter das sie zu vergessen versuchten darstellte. Die Diener hielten mitten in dem Saal an und bedeuteten Ângelo wortlos, dass er dort bleiben sollte, während sie sich zurückzogen.
„Beeindruckend nicht wahr, Meister Serrado? Es war das letzte Werk von Antoni Claiss vor seinem frühzeitigen Tod. Ich glaube der Mann war damals von einem Seekönig gefressen worden, nachdem er zu seinem neuen Kunden fahren wollte“ sagte Xeres und trat aus dem Schatten, der ihn bislang verschlungen hatte. „Es lag vermodert in einem Tresorraum in seiner Heimatstadt im North Blue. Mich hatte es eine ordentliche Stange Geld gekostet es zu restaurieren, aber es lässt sich sehen“
Xeres ist zu dieser Audienz in einem Gewand gekommen, den eines Weltaristokraten eher passte als Ângelo den Mann bislang gesehen hatte. Zuweilen trug er eine grünschillernde oder goldene Rüstung, was ihn eher wie ein heldenhafter Ritter vergangener Tage erscheinen ließ. Mit dem weißen Anzug und dem schwarz-weiß Schachbrettmuster auf der Krawatte sah er zum ersten Mal ansatzweiße aus wie ein Tryuubito. Obwohl dies immer noch nicht wirklich seines Standes entsprach. Die anderen seiner Art hatten diese adipös wirkenden Anzüge mit dieser Luftglocke um den Kopf, nicht zu vergessen diese sinnlos hochgesteckten Frisuren. Xeres war da ganz anders. Er war ein Abenteuer und Unternehmer. Obwohl er eigentlich nichts tun müsste um sich ein fettes Leben zu machen, hatte der Mann sich aus Mary Joa hinabbewegt um dort eigene Geschäfte aufzumachen und mehr von der Welt zu sehen. Allerdings hatte der Mann ein wenig Pech gehabt in letzter Zeit und diese Expedition war die letzte Gelegenheit für Xeres nicht in Ungnade zu fallen und somit seinen gesamten Besitz und seinen Titel als Himmelsdrachenmenschen zu verlieren.
„Es ist beeindruckend“ sagte Ângelo und war überrascht, dass Xeres nicht sofort zu einer Karronade von entrüsteten Äußerungen über sein falsches Spiel angesetzt hatte.
„Es ist Propaganda und Geschichte getarnt als Kunst“ sagte Xeres und sah selbst sich die Freskenarbeiten an. „Jeder Aspekt von Claiss´ Werk ist voller Symbolik und Metaphern, von denen das meiste die Zeit vernichtet hat oder …“
„Tryuubito“ unterbrach Ângelo „Ihr habt mich nicht für Geschichtslektionen hierher gebracht, können wir also einfach zur Sache kommen? Ich bin mir sicher, dass Eurer Sekretär Bylok sich mittlerweile genügend vor Euch gebrüstet hat, also sagt einfach, was Ihr zu sagen habt, und fertig. Ich bin nicht in der Stimmung für lange Moralpredigen“
Xeres nickte und sagte: Also gut, Meister Serrado. Wir werden uns die Höflichkeiten ersparen. Ja, Talla hat mich darüber informiert, was er bezüglich der Authentizität Eures Freihändlerbriefes herausgefunden hat. Würde es Euch etwas ausmachen, seine Anschuldigungen näher auszuführen?“
Ângelo hatte eigentlich mit einer scharfen Verurteilung gerechnet, nicht aber mit dem Tryuubito über Kunstgeschichte zu reden oder gar die Möglichkeit zu erhalten sich zu Verteidigen. Als er merkte, dass diese Audienz noch einen Subtext besaß, dessen sich selbst Talla Bylok nicht bewusst war, bemerkte Ângelo wie er sich langsam entspannte.
Falls Xeres ihn den Wölfen zum Fraß vorwerfen wollte, dann hatte er keinen Grund dazu, sich dieser Scharade hinzugeben, was auf die Möglichkeit hinwies, dass ihm eine Rettungsleine zugeworfen wurde. Instinkte, die ihm schon in der Vergangenheit immer wieder gute Dienste erwiesen haben, sagten ihm nun, dass man ihn nicht einen Kopf kürzer machen würde. Ângelo hatte das aufkeimende Gefühl, dass die Situation doch noch gerettet werden konnte, aber das hieß, die Initiative zu ergreifen und sie festzuhalten wie sich zwei Magnete festhielten.
„Ihr gestattet?“ fragte Ângelo und zog die Zigarre aus der Brusttasche, wo er sie zuvor verstaut hatte.
„Ist gestattet“ sagte Xeres.
Ângelo nickte und zündete die Zigarre ehrfürchtig mit einem Feuerzeug an, das er dafür aus einer anderen Brusttasche hervorholte. Er nahm einen langen Zug und lächelte, als der Geschmack – warmen Kieferrauch mit einem Hauch Zimt und Vanille – eine ganze Reihe von Erinnerungen in ihm auslösten.
Ângelo hielt die angezündete Zigarre zwischen den Fingern der rechten Hand vor Xeres hoch.
„Ich habe diese Zigarre vor 2 Jahren auf Irusia gekauft, von einem Verkaufsstand in der Hauptstadt“ sagte er und schritt am Rand des Saales entlang. „Der Mann hatte Tabak aus der ganzen Welt, obwohl nur die fünf Weisen wissen, woher er die Verbindungen hatte. Sah nicht nach dem Typ aus, der hochgradige Kontakte in die Handelshäusern hätte, aber, bei allen Göttern dieser Welt, er hatte eine ausgezeichnete Auswahl an gerolltem Blatt. Diese bestimmte Sorte Zigarre wird vom obersten Marinegouverneur im West Blue bevorzugt, wusstet Ihr das?“
„Das tue ich in der Tat“ sagte Xeres „Ich bin mit den Lastern sehr vieler wichtiger Männer vertraut, aber hat diese Abschweifung einen Sinn?“
„Geduld, Tryuubito“ sagte Ângelo mit wachsender Zuversicht, als er den ebenfalls anwesenden Bylok offensichtliche Fassungslosigkeit über Xeres Mangel an sofortiger Ächtung sah. „Ihr seid so zweckbetont, aber manchmal ist das Erzählen einer Geschichte der Zweck. Ihr habt mich hierher gerufen, damit ich mich für mein Handeln rechtfertige, also gebt der Geschichte Platz zum Atmen“
„Also schön“ sagte Xeres „Fahrt bitte fort“
„Ihr wisst, dass die Crewmitglieder von Kaiser Takaoda mich im West Blue auf der Insel Irusia abgesetzt haben?“
„Ja“ sagte Xeres und passte sich Ângelos Schritttempo entlang des inneren Umkreises des Saales an, während Bylok in ihrem rauchenden Sog folgte. „So viel habt Ihr bereits erzählt“
„Sie haben mich nicht mit leeren Händen dort gelassen“ fuhr Ângelo fort „Sie gaben mir eine Truhe die bis zum Rand mit Restbeständen von Edelsteinen war. Vielleicht waren es Reststücke für einen Kaiser, doch für Normalsterbliche, war das immer noch ein Schatz ungeheuren Ausmaßes“
„Warum sollte das einer der vier Kaiser sowas gestatten?“
„Ich weiß es nicht. Die Piraten verschwanden, bevor ich sie fragen konnte. Vielleicht war es eine Art, Auf Wiedersehen zu sagen, oder eine Art, sicherzustellen, dass ich nicht die Hölle auf derUnbeugsam überlebt habe, nur in der Gosse irgendeiner Hafenstadt zu verrecken. Wie dem auch sei, es ermöglichte mir einen Anfang und ich war in der Lage diese Edelsteine für eine lukrative Karriere im … Verkauf großer Mengen von Edelsteinen zu nutzen“
„Illegaler Juwelenhandel“ zeigte Bylok auf „Der Handel mit Beutegut ist ein Kapitalverbrechen“
„Dann versteht Ihr, warum ich diesen Teil meiner Geschichte für mich behalten habe bislang“ sagte Ângelo mit einem wegwerfenden Schulterzucken „Jedenfalls hatte ich mir schon bald einen Namen auf der Insel gemacht und die Dekolletés einiger der höchstgestellten Damen auf der Insel geschmückt. Ich habe natürlich es nicht nur bei Edelsteinen belassen, sondern bin gleich auf mehreren Märkten eingestiegen: Geldleihen, Frachttransport, Tierhandel, Kunsthandel und andere höchst lukrative Unternehmungen. Für jemanden der auf Elysium aufgezogen worden war, war es beinahe obszön einfach, einer der reichsten Männer der Insel zu werden. Mir gehörten zahlreiche Villen, eine kleine Küstenflotte und eine große Arbeiterschaft.
Die Sache mit dem Geld ist jedoch, dass, sobald man genug davon hat, der Akt, noch mehr davon zu machen, beinahe unerträglich langweilig wird. Ich verdiente in dem Winkel der Insel ein Vermögen, aber es genügte nicht. Nicht das Geld, versteht Ihr, davon hatte ich genug, aber es war einfach keine Herausforderung mehr da. Ich wollte über die Insel hinausreichen, die Grenzen dessen, was ich erreichen konnte zurückdrängen, doch ein Stolperstein lag mir im Weg“
„Ihr brauchtet einen Freihändlerbrief, um ungestört jenseits der Insel operieren zu können“
Ângelo stieß seine Zigarre nach oben und sagte: „Richtig. Und unsere Bürokratie verschenkt die Dinger nicht gerade. Der letzte, von dem mir bekannt ist, dass er gewährt wurde, war eine Familie, die ihre Ursprünge bis vor sechshundert Jahren zurückverfolgen konnte, und selbst das erforderte drei Jahrzehnte der Verhandlungen, bürokratisches Geschick und umfangreiche Bestechungssummen. So lange hatte ich nicht, also arrangierte ich ein Treffen mit dem ranghöchsten Beamten Blues, einem Mann, für den das Wort ´vulgär´ hätte erfunden werden können und der die ultimative Autorität in der Ausstellung solcher Dokumente im West Blue besaß.
Ich lud diesen Mann zu einem übbigen Abendessen in eine meiner Villen ein, um ihm einige spektakuläre Exemplare von Edelsteinen zu zeigen, die ich genau für solche Eventualitäten wie diese hier zu zeigen. Als ich zu ähnlichen Anlässen gehofft hatte, die Edelsteine zu verkaufen, hatte ich die Dienste einer teuren Freundin in Anspruch genommen, die ich mal Lorei nennen möchte. Vertraut mir, Tryuubito, wenn in Euch oder Talla richtige Männerherzen schlagen, dann hättet Ihr beide Euch sofort in sie verliebt“
„Ihr wolltet einfach einen Freihändlerbrief kaufen?“ fragte Xeres.
„Ich hatte nichts ganz so Grobes vor“ sagte Ângelo „aber das geht in die richtige Richtung. Ich ließ Lorei gegenüber des Beamten am Tisch Platz nehmen und gab ihm acht Gänge lang Zeit, die blutroten Rubine und tiefgrünen Smaragde auf ihrem durchscheinenden Abendkleid im Kerzenlicht anzuglotzen. Die ganze Zeit über saß die ´Begleitung´ des Beamten an diesem Abend, ein parasitäres Weib mit dem schlechtesten Geschmack den ich je gesehen hatte, neben ihm, schlürfte ihre Suppe und verunstaltete ihr Fleisch. Mit Lorei in Sicht fand die vorgesehene Übertragung im Kopf des Beamten statt: Nachdem er die Steine erworben und damit seine Dame geschmückt hatte, würde diese so liebreizend werden wie meine Dame.
Lorei und ich hatten diese psychologische Manipulation schon viele Male durchgezogen und die Illusion führte normalerweise dazu, Loreis und meine Finanzen weiter anschwellen zu lassen. Ganz zu schweigen, dass es die Stellung des Beamten bei seiner Begleitung verbessern würde, während es ihr gleichzeitig ein beeindruckendes Erinnerungsstück beschaffte, mit dem ihre nächste Eroberung messen musste. Alle kamen glücklich aus der Sache heraus. Normalerweise“
„Was lief schief?“ fragte Xeres und Ângelo sah, dass er gebannt war.
„Dieser bestimmte Beamte war von einem geistlosen Weibstück in weißem Satin eingefangen worden, wobei er sich nur geringfügig weniger an ihre Kurven klammerte, als sie sich an seinem Geld. Zu diesem Zeitpunkt, als das Mahl beendet war, war es eindeutig, dass Loreis üblicher Anblick wieder einmal über die Vernunft obsiegt hatte und dass das Geschäft bei Drinks und guten Zigarren besiegelt werden würde.
Der Beamte wurde zu einem ausladenden Ledersessel geführt und machte es sich darauf bequem, während sich sein Begleitung geziert an seine Beine schmiegte. Wieder wurde die liebreizende Lorei direkt gegenüber positioniert, um sicherzugehen, dass ihr Zauber ungebrochen blieb. Ich goss für alle Schwenker mit teurem Brandwein ein, die persönliche Note, Ihr versteht, und hielt dem Beamten danach einen Humidor hin, damit er sich eine Zigarre unter den besten des Blues aussuchen konnte. Obwohl die Stellung des Beamten es ihm gestattet hatte, viele exotische Luxusgüter, darunter die feinsten Zigarren, zu probieren, so hatte er bislang noch nicht die Gelegenheit dazu gehabt. Er sah aufmerksam zu, wie ich das Band um die Zigarre entfernte und sie mit einem silbernen Abschneider anschnitt. Der Beamte tat es mir nach, wie es jeder eifriger Schüler tun würde, doch leider schlug die Tragödie alsbald zu“
Ângelo grinste, genoss den Augenblick und freute sich über Byloks offensichtliche Ungeduld. Er war in der Erwartung hergekommen, dass Xeres Ângelo aufknöpfen ließ, doch ihm war die Initiative entglitten und Ângelo würde sie ihm nicht zurückgeben.
„Gerade als ich den Kopf meiner Zigarre in den Brandwein tunkte und ein Streichholz anzündete, erhob sich die Kurtisane auf die Knie und nahm dem armen Beamten die Sicht auf mein Handeln des Eintunkens und Anzündens. In dem Versuch, nachzumachen, was er zu sehen geglaubt hatte, tunkte der Ahnungslose Beamte den Fuß seiner Zigarre tief in den Wein und zündete das durchtränkte Ende an. Eine gewaltsame Flamme fuhr in die Höhe und endete in einem riesigen versenkten Klumpen an der Zigarre. Der überraschte Beamte tastete hilflos nach einem Aschenbecher und wedelte dabei mit der verstümmelten Zigarre in der Luft herum, woraufhin sich der verkohlte Klumpen löste und direkt in den tiefen Ausschnitt seiner Gefährtin stürzte. Die Dame verbrannte sich nicht, aber sie sie war direkt auf hundertachtzig und kreischte diverse Flüche und Beleidigungen, von dem sich so mancher Drillmeister bei der Marine was lernen könnte und floh hinaus in die Nacht, wobei sie ihre ehemalige wahre Liebe verschmähte und schwor, dass sie nie wieder auch nur auf hundert Meter in seine Nähe kommen würde“
„Eurer Plan ist demzufolge also fehlgeschlagen, Meister Serrado“ sagte Xeres.
„Mitnichten“ entgegnete Ângelo „Der Beamte war außerordentlich froh, dass er dieses besonders lästige und teure Frauenzimmer los geworden war, und unternahm große Anstrengungen, die Zulassung meines Freihändlerbriefes zu beschleunigen. Mit seiner Hilfe war es mir ein Leichtes, die undurchdringliche Mauer der Bürokratie zu durchdringen und an Kopien der Siegelprägung zu bekommen, die für die Fälschung eines solchen Dokuments nötig sind. Alles was er von mir verlangte, war, dass sie danach zerstört werden sollten“
„Habt Ihr das?“
„Natürlich, ich bin schließlich ein Mann, der zu seinem Wort steht“
„Und ich verstehe nicht was das Ganze soll. Diese Geschichte ist völlig irrelevant zu dem was ihr getan habt“ sagte Bylok „Im Endeffekt, habt Ihr Euch über das Gesetzt der Weltregierung und der Marine hinweggesetzt“
„Weil Ihr ein Narr seid, Talla. Ihr verspürt nicht den Drang einen Augenblick mit einer emotionalen Erinnerung daran zu versehen, warum die Dinge geschehen, wie sie es tun“
Wieder hielt Ângelo die rauchende Zigarre hoch und sagte: „Dies ist eine Zigarre von der Sorte, die in Flammen aufging und mir damit meinen Freihändlerbrief verschafft hat. An dem Tag, als ich Irusia verließ, kaufte ich eine einzige Zigarre von dem Verkaufsstand mit diesem zweifelhaften Händler und ich habe sie seitdem behalten“
„Warum? Zu welchem Zweck?“
“Für mich war, klar, dass der Tag kommen würde, bis irgendjemand herausfinden würde, dass mein Freihändlerbrief eine Fälschung ist. Und ich möchte das meine Karriere, die mit einer Zigarre begann, auch mit einer solchen enden soll“
Xeres nickte und deutete damit an, dass er die ganze Bedeutung von Ângelos Geschichte verstanden hatte.
„Sehr anschaulich, diese Geschichte über Eure Anfänge als Freihändler“ sagte Xeres schließlich „Ich hätte Euch, wenn Ihr nicht Freihändler geworden wärt, Geschichtenerzähler zu werden, denn diese Geschichte war mit sehr amüsanten Details verseht, die der Geschichte eine gewisse Wahrheitsnähe verleiht. Vermutlich hofft Ihr somit, dass ich über Eurer Vergehen und Eure Täuschung mir gegenüber hinwegsehe, oder wenigstens abmildert“
„Die Geschichte ist wahr, dass könnt Ihr mir zumindest glauben. Aber was viel wichtiger ist, hatte sie auch die gewünschte Wirkung gehabt?“
„Die Wirkung war unnötig“ sagte Xeres und Ângelo sah ein kurzes Lächeln auf dem Tryuubito aufblitzen „Ich wusste noch bevor wir uns das erste Mal gesehen hatten, dass Eurer Freihändlerbrief eine Fälschung war“
Die Zeit, die zwischen Xeres Worten und Byloks unglaublichen Ausbruch verstrich, konnte man höchstens in Sekunden zählen, doch für den Händler und dem Sekretär, verging sie gefühlt ein ganzes Zeitalter.
„Ihr wusstet es, Herr? Ihr wusstet es und habt ihn trotzdem vertraut uns in unbekanntes Gewässer zu führen?“
„Natürlich wusste ich es, Talla“ sagte Xeres „Glaubt Ihr allen Ernstes, ich würde mich nicht über das detaillierte Leben eines Mannes interessieren, der mir eine Karte geben will, auf der eine sichere Schifffahrtsroute durch diesen Teil des Meeres aufgezeichnet ist? Ich mag vielleicht kurz davor stehen meinen Titel als Himmelsdrachenmensch zu verlieren, ich habe vielleicht meine Geschäfte in den Ruin getrieben, aber ich habe nicht meine Fähigkeit verloren Sorgfalt und Vernunft walten zu lassen. Ich wusste über Meister Serrados Begegnung mit Kaiser Takaoda und seine darauffolgenden Geschäfte auf Irusia und mit diesem Beamten. Die exakten Details darüber, wie Ihr an den Freihändlerbrief gekommen seid, waren mir ein Rätsel, aber ich gebe zu, dass mich Eure Geschichte sehr vergnügt“
„Herr“ begann Bylok zu protestieren „Dieser Mann hat sich auf extreme Weise falsch dargestellt. Wie können wie auch nur irgendetwas, das er behauptet oder getan hat, ohne weitere Glauben schenken? Man müsste alles was mit ihm im Zusammenhang steht in Frage stellen, denn schließlich ist jedes Wort von Täuschung und Falschheit befleckt. Dass er einen Freihändlerbrief unter solchen Umständen beschafft hat, sollte zumindest bedeuten. Dass sein gesamter Besitz von uns beschlagnahmt werden soll. Sein Schiff, sein Vermögen, seine Besatzung, seine…“
„Lasst meine Besatzung da raus, Talla“ warnte Ângelo den Sekretär auf schärfste „Sie wussten nichts davon. Soweit es sie betrifft, war die Wintersonne ein legitim lizenziertes Schiff. Ich werde nicht zulassen, dass Ihr sie für etwas bestraft, das ich getan habe, habt Ihr mich verstanden, Bylok?“
Xeres hob eine Hand um die beiden Männer zu beschwichtigen und sagte: „Meister Serrado, beruhigt Euch. Niemand wird bestraft, was würde das nützen? Wir befinden und weit jenseits bekannter Gewässer und dass Ihr in der Lage wart, die Fälschung eines so komplexen Dokuments in die Wege zu leiten, spricht Bände über eure Fähigkeiten und Eigenschaften. Was das angeht, so würde ich mich lieber von solch einem Mann ins Ungewisse führen lassen, als von irgendeinem Gecken, der sich den Brief lediglich als Erbstück erworben hat“
„Ihr könnt diese Täuschung nicht ohne Strafe lassen, Herr“ sagte Bylok.
„Welche Täuschung, Talla?“ fragte Xeres und holte mit eben jener Hand, die er gerade erhoben hatte noch ein eingeschweißtes Stück Papier aus seinem Anzug hervor.
„Nein…“ sagte Bylok, der sofort erkannte, für den Ângelo einige Momente brauchte.
„Sobald ich erkannte, dass Meister Serrados Freihändlerbrief eine Fälschung ist, wusste ich, dass ich ihn sofort genehmigen musste“ sagte Xeres „Noch lange bevor wir zu dieser Expedition aufgebrochen waren, habe ich in den Archiven der Marine und Weltregierung eine beglaubigte Echtheit von Meister Serrados Freihändlerbrief hinterlassen“
„Ihr habt eine Untersuchung zur Echtheit des gefälschten Briefes gefälscht?“
„Wir wollen, das nicht so drastisch bezeichnen. Modifiziert trifft es eher“ korrigierte Xeres ihn. „Meister Serrados hiesiger Freihändlerbrief mag eine Fälschung sein, doch soweit es die Archive der wichtigsten Fraktionen geht, ist er ein legitimer Freihändler“
„Ich protestiere aufs schärfste, Herr“ prustete Bylok „Das könnt Ihr nicht machen“
„Ich bin Tryuubito aus Mary Joa“ sagte Xeres „Ich kann tun und lassen was ich will!“

Trivia:
~Ângelo kommt aus dem italienischen und heißt in etwa Bote, Botschafter oder Bote Gottes
~Die Abkürzung von Ângelos Handelsunternehmen AOL ist kein Zufall
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Kampfdaten


ATTRIBUTE:

Charakterstufe: 5

Stärke: 2
Geschicklichkeit: 3
Widerstandskraft: 1
Geschwindigkeit: 2


KÄMPFERISCHE DATEN:

Schnittwellen: 2
Schnittwellen:
 

Busoshoku-Haki:2
Busoshoku-Haki:
 




Stärken:
Beidhändigkeit: Für Ângelo ist es ein Muss beidhändig zu sein, da er ansonsten kaum in der Lage wäre, ordentlich mit beiden Waffen kämpfen zu können, die er mit sich trägt.
Nahkampf: Der Nahkampf ist Ângelos Königsdisziplin, vor allem das Talent aus nächster Nähe einen Treffer mit der Shurikenpistole zu landen, kann nicht jeder.
Allgemeinwissen: Als Händler braucht Ângelo ein hohes Maß an Allgemeinwissen, um nicht betrogen zu werden oder auf jemanden reinzufallen, der irgendwelchen Quatsch von sich gibt. Zwar gibt Ângelo nicht mit dem Wissen an, aber er gibt es zur Gelegenheit von sich, was er weiß.
Taktiker: Ângelo ist der Kapitän und als solcher hat er auch im Kampfgeschehen das Kommando. Und wenn es soweit ist, verlassen sich seine Besatzung darauf, dass er sie auch da wieder heil rausbringt. Und da Ângelo sowieso viel weiß, weiß er auch über theoretische Kampftaktiken Bescheid, die er dann Gegebenenfalls umzusetzen weiß.
Menschenkenntnis: Wer mit Menschen Handel betreibt muss diese auch verstehen und etwaige Hinterlist erkennen. Ângelo kann sehr gut andere Menschen an ihren Absichten erkennen ohne das er sie näher kennen lernen muss. Manchmal reichen da nur ein paar Sätze seines Gegenübers, damit Ângelo weiß wen er da vor sich hat.
Charisma: Jemanden zu überzeugen obwohl er eigentlich davon abgeneigt ist, gehört schon eine ordentliche Portion Charisma dazu. Und Ângelo weiß seines gut genug einzusetzen um sein gegenüber damit zu überreden.

Schwächen:
Eingeschränkter Sinn: Ângelo hat beim Untergang der Unbeugsam sein linkes Auge verloren und somit wird sein Sichtfeld eingeschränkt.
Fernkampf: Als Fernkämpfer ist Ângelo nun überhaupt nicht zu gebrauchen.
Waffennarr: Freihändler sind oftmals extreme Individualisten. Was bei Ângelo Extrem ist, das sollen andere beurteilen. Fakt ist aber, dass er ohne seine beiden Schwerter im Kampf nicht zu gebrauchen ist und das ist ja auch schon extrem.
Phobie (Ratten): Bei seinem Überlebenskampf auf der Brücke der Unbeugsam hatte Ângelo eine unangenehme Begegnung mit den Schiffsratten gemacht, was dazu geführt hatte, dass sich der Händler des Todes sich vor diesen Nagetieren fürchtet und in Panik gerät.
Sucht: Ângelo ist Kettenraucher. Er verbraucht am Tag circa 20 Zigaretten, greift aber auch gerne mal auf eine Zigarre um, wenn es die Gelegenheit bietet.
Trauma: Ângelo hatte nicht nur sein linkes Auge verloren und eine Angst gegen Ratten entwickelt auf der Unbeugsam, sondern hat auch ein Trauma damit erlitten, dass sich dann zu Wort meldet, wenn er in einem Raum eingeschlossen wird.

INVENTAR:


Ein schwarzes Schwert von Prometheus
Eine Shurikenpistole aus Karakuri
Die Wintersonne



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Ângelo Serrado
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